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Lord Geward Leseprobe - Seite 34


»Aber Sir, Sie beendeten die Sklaverei. Sie verursachten einen Krieg zwischen dem Norden und dem Süden.«
Leise füge ich noch »Bürgerkrieg« hinzu, dann schweige ich. Meine Gedanken purzeln durcheinander, was habe ich da gesagt? Mit welchem Recht spreche ich über Dinge, von denen ich nicht einmal ansatzweise eine Ahnung habe. Mein Ton gegenüber dem Präsidenten war so, sicher nicht angebracht.
Abraham Lincoln richtet sich langsam auf und beginnt langsam, fast wie in Trance, zu sich selbst zu sprechen.
»Ja, gegen die Ausbeutung, Unterdrückung und Ungerechtigkeit habe ich gekämpft. Ich erinnere mich dunkel, an einen meiner Sätze:
„DA ICH KEIN SKLAVE SEIN MÖCHTE; WILL ICH AUCH KEIN SKLAVENBESITZER SEIN. DIES DRÜCKT MEINE VORSTELLUNG VON DEMOKRATIE AUS“.
Ich erinnere mich auch an meinen Vater, ich glaube, er war Schreiner. Seltsam, ich kann mich kaum mehr an seinen Beruf erinnern. Aber von einem Krieg weiß ich nichts! Nein, ich habe noch nie Krieg geführt, ich habe Gewalt immer abgelehnt!« philosophiert Abraham Lincoln, der mir jetzt bedeutend älter erscheint und ich glaube zu bemerken, wie seine Ausdrucksweise immer legerer wird. Ja richtig, er spricht mich seit einigen Sätzen mit „Du“ an und nicht mehr mit dem seltsamen Sir. Ich jedoch bleibe bei dem höflichen Sir, nachdem ich mich langsam daran gewöhne.
»Sir, da müsst Ihr euch irren« widerspreche ich.
Abraham Lincoln setzt sich wieder, genauso bedächtig wie er aufgestanden war und erstarrt schweigend.
Meine Gedanken drehen sich im Strudel des Begreifens, um im nächsten Augenblick von der Verwirrtheit wieder eingeholt zu werden. Lebe ich noch oder bin ich bereits tot? Wurde ich wiedergeboren? Nein, eine Wiedergeburt kann es nicht sein, ich weiß ja alles über mich, oder doch nicht?
Dieser Lincoln, ein Präsident aus der Vergangenheit, der vorgibt sich an immer weniger zu erinnern.
Wieso ist er hier? Wieso bin ich hier? Wo ist hier, eigentlich?
Sagt er nicht die Wahrheit? Lügt er und ist er nur hier, um mich auszuhorchen? Oder ist er nur ein Trugbild meiner Phantasie?
Nein, er ist nicht mein Feind. Ich bin mir absolut sicher, er ist mein Freund, wenn auch ein Freund, der immer mehr vergisst. Ich schäme

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Lord Geward
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Spannend Böse, doch voller Liebe und Sehnsucht.
Ein Appell an Moral, Mitgefühl und Verantwortung.

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