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Lord Geward Leseprobe - Seite 56


Noch in frühster Morgendämmerung werde ich von tausenden Vogelstimmen, die den Tag begrüßen, geweckt. Ich bin wunderbar ausgeschlafen, nur meine Muskeln und Sehnen erinnern mich schmerzvoll an eine lange, auf hartem Boden verbrachte Nacht.
Zu sehr an den Lagerplatz am See, mit seinem weichen Sand und dem duftenden Moos unter den Birken, gewöhnt, bin ich mir sicher, für die nächste Nacht ein Lager auf weichem Waldboden zu suchen oder wenn es regnet, eine Höhle mit weichem Laub auszulegen.
Zum Frühstück gönne ich mir Beeren und Nüsse. Einige der Nüsse, sie müssen wohl vom Vorjahr sein, sind bereits vertrocknet, die restlichen aber ausgezeichnet. Zum erstenmal seit Wochen arbeiten meine Zähne, mahlen, quetschen und spalten die harte, ungewohnte Kost. Es ist fast unglaublich: meine Kaumuskulatur ist die Arbeit nicht mehr gewöhnt und beginnt bereits nach wenigen Nüssen zu ermüden und zu schmerzen! Trotz Hunger, der Kaumuskel ist am Ende.

Behutsam gewinne ich die Gewissheit wieder in einer lebenden, nicht in einer sich immer endlos wiederholenden Welt zu sein. Eine Welt, die lebt, aber in der man sich auch um seinen Hunger selbst kümmern muss. Ich ernte alle noch erreichbaren Nüsse und fülle damit meine Taschen. Die linke ist prall gefüllt, die rechte nur leicht mit einer handvoll Nüsse.
In Erinnerung an alte Bergfilme habe ich eine erste, echte Verwendung für mein Schwert. Aus einem hohen Nußstrauch hacke ich einen am Ende vier Zentimeter dicken Ast, säubere ihn von den wenigen Seitentrieben und betrachte stolz meinen neuen Wanderstock.
Wieder im Leben, möchte ich auch einen Kalender führen. Dazu ritze ich mit meinem Schwert, den Griff in den Bauch gestemmt, die Spitze in den Boden gerammt, meinen Wanderstock in beiden Händen haltend, zwei Kerben für die beiden Morgen, die ich wieder lebe, in das weiche Holz.
Ausgerüstet wie ein mittelalterlicher Söldner, mit Schwert und Stock, folge ich dem Weg in Richtung Tal.

Nach einer Stunde lässt mich ein Geräusch aufhorchen. Ein gepresster Laut, der mich an Alphörner erinnert. Mangels waidmännischer Erfahrung kann ich den Schrei nicht zuordnen. Da ich mir sicher bin, den Ruf von der anderen Seite der Schlucht gehört zu haben, gehe ich

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Lord Geward
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Spannend Böse, doch voller Liebe und Sehnsucht.
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