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Lord Geward Leseprobe - Seite 70


Zwei kleine und sehr junge Reiter, vielleicht fünfzehn Jahre alt, die mir bisher nicht aufgefallen sind, reiten mit je einem Raubvogel am Sattel genau in meine Richtung.
Mit vorsichtigen Rückwärtsbewegungen, einer Schlange gleich, ziehe ich mich aus der vermuteten Zielrichtung zurück. Zusätzlich finde ich Schutz unter einem entwurzelten Baum.
Die beiden, in schweres dunkles Leder gekleideten Reiter nähern sich immer schneller meinem Versteck.
Keine zehn Pferdelängen entfernt werden ihre Pferde plötzlich unruhig. Nur mit größtem Geschick gelingt es ihnen die steigenden Pferde zu beruhigen. Auch die Vögel stoßen gellende Pfiffe aus, als wollten sie schreien, »Hier ist er euer Gesuchter, hier unter dem alten Baum!«
Der erste, dicht gefolgt von dem zweiten Reiter, dirigiert sein Pferd einige Schritte rückwärts, um es zu beruhigen.
Die markerschütternden Schreie der Greifvögel verstummen, aber die Nervosität ist ihnen noch deutlich anzusehen.
Vier Augen suchen jetzt, wie eine Zieloptik, jeden Meter der Umgebung ab. Die gezogenen Schwerter ähneln meinem zum verwechseln, nur meines lehnt sicher und behütet am Kamin. Obwohl ich mir sicher bin auch mit meiner Waffe gegen die kampferprobte Übermacht nichts ausrichten zu können, würde mein Schwert mich doch beruhigen.
Was bin ich nur für ein Narr?
Immer weiter drücke ich mich unter den Stamm.
Sekunden später geschieht das Unausweichliche.
Die Augen des ersten Reiters treffen die meinen. Schlagartig weicht jedes Blut aus meinem Gesicht. Ich bin erstarrt und unfähig nur die kleinste Bewegung zu wagen.
Der Reiter ist zweifellos jung, maximal fünfzehn, wahrscheinlich nicht einmal das; er könnte mein Sohn sein, aber sicher ist er mir an Kraft und Geschick weit überlegen.
Seine Worte treffen mich wie Pfeile: »Rauskommen, zum Lager!«
Keines der beiden Vögel trägt eine Kappe über den Augen, wie ich es einmal in einer Falknerei sah. Ich spüre die nackte Gier der Raubvögel, mich zu zerfleischen, die Krallen in mein Gesicht zu schlagen, den Schnabel in meine Augen zu hacken. Wie zur Bekräftigung meiner Ängste, schreien sie mir laut ihren Zorn entgegen.

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Lord Geward
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Spannend Böse, doch voller Liebe und Sehnsucht.
Ein Appell an Moral, Mitgefühl und Verantwortung.

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