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Lord Geward Leseprobe - Seite 92


Der Tross gleicht durchaus einer kleinen Armee, wenn auch die sonst üblichen Fahnen und Banner fehlen und die Schwertträger ungewöhnlich einfach gekleidet sind, aber Ritter... nein, sicher nicht, eher noch Räuber, Schmuggler oder anderes dunkles Gesindel.
Immer wieder reite ich, um in Hörweite zu bleiben, dem Schneckenzug in einem weiten Bogen voraus und verstecke mich in kleinen Tälern, Mulden oder Felsspalten.
Die Sprache ist in Nuancen anders als die bei König Aldaras Truppen, aber durchaus gut zu verstehen, wenn es mir gelingt nahe genug heranzukommen.
Ich schätze, der Tross wird, wenn er, wie ich vermute, über die Berge will, drei bis vier Wochen unterwegs sein. Eine Strecke, für die ein guter Reiter höchstens zwei Tage braucht, aber dieser Schneckenzug?

Zum Abend hin lasse ich mich weiter zurückfallen, um heute wenigstens ein kleines Feuer für eine warme Mahlzeit zu entzünden. Alleine die Vorfreude an einen Brei aus getrocknetem Getreide und Dörrfleisch lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Meinem stolzen, vor Kraft strotzenden Hengst Jalas ist die Unruhe über das seit Stunden langsame Vorankommen deutlich anzumerken. Nachdem wir die Schneckenkarawane aus den Augen verloren haben und ich mich sicher fühle, lasse ich Jalas freien Lauf. Uns ungestüm austobend, jagen wir in Richtung einer Anhöhe, um dort unser Nachtquartier aufzuschlagen. Ich bin sicher, hätte ich Jalas nur wenig länger freien Lauf gelassen, wir wären wieder am Plateau, unserem Quartier der letzten Nacht, angekommen.
Diese seltsame Karawane ist wirklich unendlich langsam. Bis zum Abend dürften sie heute nur einige Meilen geschafft haben.
Laut lachend fällt mir ein Märchen aus meiner Kindheit ein.
„Die Schneckenpost.“
Jalas hat sich ausgetobt und auch mir hat der schnelle Ritt gut getan. Mein Kopf ist frei und mein Hunger gewaltig. Ich bereite mir einen warmen Brei aus Getreide, Dörrobst, gequetschten Nüssen, etwas Honig und trockenem Brot. Wahrlich ein Festmahl, das ich mit einem faustgroßen Stück weichen Käse abschließe.
Ich schlafe satt, zufrieden und ruhig ein und nach dem Aufwachen habe ich zuerst das Gefühl, nur kurz eingenickt zu sein.

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Lord Geward
Ein rasantes Fantasy Abenteuer vor realistischer Kulisse.
Spannend Böse, doch voller Liebe und Sehnsucht.
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